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Sollten Sie Ihren Bart trocken föhnen oder nicht?

Bart föhnen

Es gibt viele Gründe warum Sie Ihren Bart trocken föhnen wollen. Die Frage, die Sie sich stellen, ist jedoch viel mehr: Sollten Sie Ihren Bart föhnen oder lieber nicht?

Sie können mit einem Föhn Ihren Bart ohne Bedenken trocknen. Allerdings sollten Sie das nur unter bestimmten Voraussetzungen machen, um Schäden an Ihrem Bart zu vermeiden.

Vielleicht sind Sie am Morgen aufgewacht und Ihr Bart ist völlig durcheinander oder Sie haben eine Dusche genommen und wollen den Bart schnell trocknen. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein einen Föhn zu benutzen.

Vorteile Ihren Bart zu föhnen

Der wohl größte Vorteil eines Haartrockners für Ihre Barthaare ist, dass Sie mit diesem einen unstrukturierten, widerspenstigen und lockigen Bart unter Kontrolle bringen können. Welche weiteren Vorteile sich ergeben, dass erfahren Sie hier.

Bart glätten leicht gemacht

Besonders praktisch ist das Föhnen der Barthaare, wenn es darum geht Ihren Bart zu glätten. Bevor es die Glättbürsten auf dem Markt zu kaufen gab, war der Föhn die beste Möglichkeit die Haare zu glätten.

Doch leider benutzen viele Bartträger einen schlechten Föhn, unterschätzen die Hitze und glätten Ihren Bart viel zu aggressiv. Dies führt unweigerlich zu einer ganzen Reihe an Problemen mit dem Bart.

Die Bartglättung mit dem Föhn und einer Rundbürste ist eigentlich ganz einfach und wurde von uns in einem extra Artikel ausführlich erläutert. Wenn Sie das Thema genauer interessiert, dann finden Sie die Anleitung unter dem folgenden Link – Den Bart mit einem Föhn glätten.

Den Bart schneller trocknen

Vorteilhaft von einem Föhn ist auch, dass Sie Ihren Bart nach der Dusche oder nach der Waschung schnell und einfach trocknen können. Die heiße Luft führt dazu, dass die Barthaare in wenigen Minuten trocken sind – das ist besonders für Vollbartträger praktisch.

Allerdings bleibt zu erwähnen, dass Sie Ihrem Bart bei falscher Anwendung schaden können und dieser Vorteil nur mit Vorsicht zu genießen ist. Welche weiteren Nachteile sich aus dieser Methode ergeben und warum Sie Ihren Bart vielleicht lieber nicht mit einem Föhn trocknen sollten, erfahren Sie im weiteren Text.

Nachteile die Barthaare zu föhnen

Das Föhnen an sich klingt sehr harmlos und vorteilhaft, jedoch können Sie mit diesem einen unwiderruflichen Schaden an Ihrem Barthaar verursachen. Die Probleme am Bart treten besonders dann auf, wenn Sie falsch und übertrieben vorgehen.

Warum der Föhn Ihrem Bart schadet und wie Sie die Schäden am besten vorbeugen können, dass erfahren Sie im weiteren Verlauf des Artikels.

Das Föhnen des Bartes führt zu Hitzeschäden

Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass Sie mit einem Föhn bei zu hoher Hitze unweigerlich einen Hitzeschaden an Ihren Haaren – in diesem Fall am Barthaar – verursachen werden.

Eine zu hohe Hitze kann den geringen Anteil an Wasser im Barthaar „aufkochen“ und dazu führen das sich die einzelnen Haare ausdehnen. Die Abwärme des Föhns trocknet anschließend die äußere Haarstruktur und macht diese spröde.

Hierbei soll der Schaden mit einem Föhn laut einer koreanischen Studie am größten sein, wenn die Barthaare vollständig durchnässt sind. Bedenken Sie aber, dass bei der Studie nicht nur ein einzelner Test durchgeführt wurde und der Bart teilweise bis zu 30 Mal hintereinander belastet wurde.

Wohlgemerkt soll nach der Studie die Lufttrocknung zu noch größeren chemischen und strukturellen Schäden am Haar führen. Da genaue Angaben zu den Bedingungen und den Forschungsmethoden fehlen, können wir persönlich einer solchen Studie keinen großen Glauben schenken.

Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei nur um eine billig gesponserte Studie handelt und eine einfache Marketingstrategie ist, die Sie zum Kauf eines extra „Bart-Föhns“ verleiten soll. Trauen Sie keiner Studie, die Sie nicht selber gelesen haben.

Ihr Barthaar kann heller werden

Die Haaroberfläche wird mit zunehmender Temperatur stärker geschädigt und neigt zu helleren Farbtönen. Diese Erkenntnis klingt zunächst erschreckend – besonders dann, wenn Sie einen hellen Bart vermeiden wollen.

Bei regelmäßiger Hitzebehandlung mit dem Föhn auf kurzer Distanz schien sich die Haarfarbe zu verändern. Hierzu wurde das Barthaar 10 Mal mit 95 °C behandelt, was als enorm belastend gilt. Eine Erklärung, warum das Barthaar heller wird, ist nicht aufgeführt.

Unangenehme Bartschuppen

Leiden Sie unter Bartschuppen, dann kann dies verschiedene Ursachen haben – eine davon ist das Trocknen des Bartes mit dem Föhn. Die Hitzeeinwirkung führt dazu, dass die natürliche Fettschicht austrocknet und Ihre Haut direkt angreifbar wird.

Die Bartschuppen entstehen nicht von heute auf morgen und sind das Ergebnis von einer regelmäßigen falschen Benutzung des Föhns und zu wenig Bartpflege. Wie Sie diese und weitere negative Folgen vermeiden können, erklären wir Ihnen im nächsten Kapitel.

5 Möglichkeiten zur Minderung des Schadens durch den Föhn

Ihren Bart mit einem Föhn zu trocknen ist möglich und eine beliebte Möglichkeit unter vielen Bartträgern. Damit Sie es aber in Zukunft richtig machen und die Schäden am Bart minimieren, finden Sie hier ein paar hilfreiche Tipps.

  • Lassen Sie Ihren Bart niemals komplett durchnässt in der Luft trocknen. Nehmen Sie ein Handtuch zur Hand und tupfen Sie Ihren Bart etwas trocken. Hierbei sollten Sie es vermeiden die Harthaare im Tuch zu reiben, da Sie diese sonst verfilzen.
  • Das Schlimmste, was Sie Ihrem Bart antun können ist, den Föhn auf der stärksten Stufe zu benutzen. Wie oben bereits erwähnt, führt eine zunehmende Temperatur zu etwaigen Schäden an der Haarstruktur – die kleinste oder die mittleren Stufen sind hierzu ausreichend.
  • Achten Sie auf einen Mindestabstand, wenn Sie einen Föhn benutzen, um Ihren Bart zu trocknen. Das Gerät sollte mindestens 15 cm (idealerweise 30 cm) vom Bart entfernt in Ihrer Hand liegen. Fixieren Sie das Gerät nicht auf eine Stelle und führen Sie kontinuierliche Bewegungen aus.
  • Verwenden Sie ausschließlich qualitativ hochwertige Haartrockner mit unterschiedlichen Hitzestufen. So finden Sie die beste Temperatur für Ihren Bart und sparen zudem Energie-Kosten.
  • Föhnen Sie Ihren Bart nicht zu lange, da sich die Hitze über einen längeren Zeitraum anstauen kann. Idealerweise ist Ihr Bart danach nicht komplett Strohtrocken, sondern leicht angenässt.

Vollbart richtig föhnen

Vollbart trocken föhnen

#1 Schritt – Die Vorbereitung

Bevor Sie Ihren Bart föhnen, sollten Sie diesen mit einem Bartshampoo waschen und anschließend einen Bart-Conditioner verwenden. In dem Pflegeprodukt sind verschiedene Öle enthalten, die Ihren Bart vor der Hitze schützen können. Wir würden Ihnen nicht empfehlen ein handelsübliches „Hitzespray“ für Ihren Bart zu verwenden.

#2 Schritt – Vortrocknung

Nach der Wäsche sollten Sie Ihren Bart vorsichtig mit einem Handtuch abtrocknen. Hierzu tupfen Sie den Bart vielmehr trocken und vermeiden ein hastige Reiben und Schrubben, da die noch nassen Barthaare ansonsten strukturell geschädigt werden.

#3 Schritt – Bartöl verwenden

Als nächstes nehmen Sie ein paar Tropfen Bartöl und verreiben dieses in Ihren Handflächen. Massieren Sie das Öl in Ihren Bart ein und bilden Sie so einen Hitzeschild gegen die erzeugte Hitze – alternativ auch reines Kokosöl. Die gesättigten Fettsäuren verhindern, dass Ihr Bart beim Föhnen ranzig wird.

#4 Schritt – Den Bart föhnen

Nun können Sie Ihren Bart ganz normal auf niedriger oder kalter Stufe föhnen. Halten Sie das Gerät dabei mindestens 15 cm (idealerweise 30 cm) von Ihrem Bart entfernt und führen Sie währenddessen kontinuierliche Bewegungen aus. Dies soll vermeiden, dass zu viel Hitze an einer Stelle einwirkt.

Während Sie Ihren Bart trocken föhnen, sollten Sie immer wieder mal Ihren Bart kämmen – am besten eignet sich hier ein Rundkamm. Verwenden Sie dazu einen schonenden Kamm, damit Sie Ihre Haare nicht beschädigen und Ihre Haut nicht zu sehr reizen.

#5 Schritt – Feinschliff

Haben Sie Ihren Bart ausreichend getrocknet und in die gewünschte Form gestylt, dann ist es Zeit für den nötigen Feinschliff. Verwenden Sie etwas Bartwichse oder ein Bartbalsam, um Ihrem Bart die nötige Form zu verleihen.

Das darin enthaltene Bienenwachs und die pflegenden Öle bilden eine Schutzschicht um Ihren Bart und machen diesen weicher. Wenn Sie Ihre eigene Bartwichse herstellen wollen, dann finden Sie auf unserer Seite eine hilfreiche Anleitung mit Rezepten durch.

Fazit: Den Bart Föhnen oder nicht?

Eine übermäßige Hitze und die falsche Benutzung vom Föhn kann Ihren Bart beschädigen. Weiterhin kann Ihr Barthaar durch den Wasser- und Proteinverlust heller und brüchig werden.

Manchmal muss es einfach schnell gehen und eine Lufttrocknung ist ausgeschlossen. In diesem Fall sollten Sie eine gewisse Vorarbeit leisten, um Ihren Bart zu schonen. Föhnen Sie danach Ihren Bart auf niedriger Stufe und aus einer ausreichenden Distanz.

Würden wir Ihnen empfehlen Ihren Bart zu föhnen? Ja, Sie können Ihren Bart bedenkenlos mit der von uns beschriebenen Methode trocknen. Vermeiden Sie aber dennoch einen täglichen Einsatz vom Föhn.

Unsere Föhn Empfehlung für den Bart

Im Artikel haben wir erwähnt, dass Sie ausschließlich moderne und hochwertige Haartrockner benutzen sollten, wenn Sie Ihren Bart trocknen. Diese lassen sich auf unterschiedliche Stufen verstellen und bieten u.a. auch einen besonders schonenden „Eco-Modus“.

Aus diesem Grund finden Sie hier noch ein paar ausgewählte Geräte, die wir Ihnen für den Einsatzzweck empfehlen können.

  • Braun HD710: Mit diesem Föhn trocknen Sie Ihren Bart sanft, ohne die Haare zu beschädigen. Das Gerät wiegt nicht viel in der Hand und bietet unterschiedliche Temperaturstufen. Eine mitgelieferte Stylingdüse hilft dabei Ihren Bart besser zu glätten.
  • Philips HP8280: Hierbei handelt es sich um einen professionellen Haartrockner der Marke Philips. Dabei soll das Gerät durch seine gleichmäßige Wärmeverteilung das Austrocknen der Haare verhindern.
  • AEG HTD5584: Ein kostengünstiger und zuverlässiger Föhn mit 3 Leistungs-/Temperaturstufen sowie 2 Gebläsestufen.

Haben Sie noch weitere Fragen wie Sie Ihren Bart mit einem Föhn trocknen können? Stellen Sie uns dazu ganz einfach Ihre Fragen unten in die Kommentare.

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